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17.02.2018

Für Überraschung fehlte die Konstanz (SVZ v. 19.02.2018)

Eine Halbzeit lang schien eine Überraschung möglich. Am Ende mussten sich die gastgebenden Verbandsliga-Handballer der TSG Wittenburg der favorisierten zweiten Mannschaft des Bad Doberaner SV aber doch mit 24:29 geschlagen geben.

In den ersten 30 Minuten schienen die Wittenburger das richtige Rezept gewählt zu haben, um den Tabellenführer zu knacken. Die routinierten Gäste schlossen nur selten aus dem Rückraum ab, sondern versuchten den Ball schnell zu bewegen, die gegnerische Deckung auseinanderzuziehen und über den Kreis oder die Außenpositionen zum Erfolg zu kommen. Doch die TSG agierte aufmerksam, verschob sehr gut in der Abwehr und ließ nur wenig freie Würfe zu. Auf der anderen Seite lief im eigenen Angriff auch nicht alles wunschgemäß. Trotzdem konnte man sich nach ausgeglichenem Beginn bis auf vier Tore absetzen (12:8/23.). Bad Doberan traf anschließend dreimal in Folge. In die Pause ging’s aber unter dem Beifall der TSG-Anhänger mit einem 15:12 für Wittenburg.

Der zweite Abschnitt begann eher zäh. Die Gastgeber offenbarten jetzt vor allem Probleme im Abschluss. Das war zum einen sicher auf die aggressivere Doberaner Deckung zurückzuführen. Zum anderen ließen sie einige Chancen aus, kamen aus guten Positionen nicht am gegnerischen Torhüter vorbei oder setzten den Ball an Latte und Pfosten. Nach dem17:17 (39.) blieb die TSG fünf Minuten ohne Torerfolg. Im selben Zeitraum netzten die Gäste fünfmal ein und brachten sich so auf die Siegerstraße. Endgültig gelaufen war das Spiel aber noch nicht. Erst als die Wittenburger aus einer doppelten Überzahlsituation kein entsprechendes Kapital schlagen konnten, durfte sich der Spitzenreiter seiner Sache sicher sein und schloss die Partie mit einem schön herausgespielten Treffer ab.

„Gegen den Tabellenführer zu verlieren, ist grundsätzlich kein Beinbruch. Aber nach dieser guten ersten Halbzeit war mehr drin. Am Ende sind wir selber Schuld. Die Chancen waren ja da“, ärgerte sich TSG Spielertrainer Marcel Neckel.

TSG Wittenburg

Berno Pätzmann, Eric Schmidt – Marcel Neckel (5/2), Tobias Trester (1), Hannes Schmidt, Lukas Koch, Andre Heckmann (3), Kilian Jaklin, Christoph Koberstein (1), Wilhelm Schmidt (2), Marc Widdrus (1), Tilo Techam (1), Philipp Kögler (8/2), Erik Stepan (2)